Diskussion um Promillegrenze: Wie halten es unsere Nachbarn?

Promillegrenze am Steuer

Depardieu verliert (eigentlich) sechs Monate seinen Führerschein“, titelt RP Online und greift damit einen Vorfall auf, mit dem der Star im November 2012 für unschöne Schlagzeilen gesorgt hatte.

Dabei war der Obelix-Darsteller in der französischen Hauptstadt mit 1,8 Promille Alkohol im Blut von seinem Motorroller gestürzt. Obwohl dabei (jedenfalls mal vom Lack des Fahrzeugs abgesehen) niemand verletzt wurde, kam es nun zu einem richterlichen Nachspiel.

Dass Depardieu dabei die Justiz mit dem nicht einziehbaren Führerschein eines anderen Landes austrickste, mag manchem vielleicht gar ein Schmunzeln abnötigen, doch unfraglich ist natürlich, dass Alkoholisierte im Straßenverkehr nichts verloren haben. Zumal es – wie Depardieu ja auch schon selbst erfahren musste -, nicht immer bei Blechschäden bleibt:

Blechschäden und Kratzer im Lack sind noch das kleinere Übel!

Aus diesem Grund hält der Auto Club Europa, kurz ACE, die Diskussion über die Einführung eines völligen Alkoholkonsumverbots für Kraftfahrer, die derzeit Deutschland bewegt, für nachvollziehbar: „Klar ist allerdings, dass in dieser Frage die Meinungen noch auseinandergehen …“

Erlaubt sind im französischen Straßenverkehr, um noch mal nach Frankreich zu schauen, derzeit 0,5 Promille. Bereits sehr strenge Regelungen und eine 0,0-Promillegrenze haben dem ADAC zu Folge derzeit bereits Ungarn und Tschechien: „Bereits bei geringem Alkoholkonsum drohen in Tschechien Geldstrafen ab 100 Euro, in Ungarn bis zu 980 Euro!“

In den meisten europäischen Ländern liegt die Promillegrenze dagegen bei 0,5 - so auch in Italien, Österreich und der Schweiz.

Freilich machen sich der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und die Deutsche Verkehrswacht (DVW) schon seit geraumer Zeit für die Einführung von null Promille stark. Eine Grenze, die schon heute in Deutschland nicht gänzlich unbekannt ist. Gilt die doch für Fahranfänger.

Sicherheit geht vor!

Ebenso gilt, wie der ACE anmerkt, eine völlige Alkoholabstinenz für Piloten, Zugführer und Busfahrer und habe sich dort auch bewährt: „Es ist daher durchaus logisch und politisch nachvollziehbar, wenn jetzt die Alkoholabstinenz auf alle Kraftfahrer erweitert werden soll!“

Tatsächlich nämlich gehört Alkohol am Steuer zu den häufigsten Verkehrsdelikten und sind, nach ACE-Angaben, in den letzten zehn Jahren mehr als 7000 Menschen (!) bei von Alkohol verursachten Straßenverkehrsunfällen ums Leben gekommen.

Jeder sollte also froh sein, wenn es nach einer Alkoholfahrt allein bei ein paar Dellen im Lack bleibt und „nur“ das Blechkleid des Wagens und der Führerschein futsch sind. Denn Blech- und Lackschäden kann jeder Beulendoktor reparieren. Auch eine zerkratzte Felge kann ein Fachbetrieb für Fahrzeugaufbereitung rasch wieder richten … ein Menschenleben jedoch ist unersetzlich!

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